2. Informationsblatt: Kontrakturprophylaxe

Jede längere Bewegungseinschränkung oder Ruhigstellung eines Gelenkes birgt das Risiko einer Kontraktur (Fehlstellung, mit Bewegungseinschränkung oder Bewegungsschmerz) in sich.

Risikofaktoren und Ursachen

  • Für das Entstehen einer Kontraktur können folgende Ursachen verantwortlich sein:
  • Inaktivität des Bewegungsapparates (z. B. längere Bettlägerigkeit)
  • Degenerative oder entzündliche Erkrankungen eines oder mehrerer Gelenkes (z.B. Rheuma, Arthrose, Gicht etc.)
  • Erkrankungen des Nervensystems (Zustand nach Schlaganfall, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson etc.)
  • Bewusstseinseinschränkungen
  • Bewusstlosigkeit
  • Erkrankungen der Psyche (Depression, Autismus, Demenz)
  • Schonhaltung durch Schmerzen, Verletzungen, Verbrennung
  • Stark reduzierter Allgemeinzustand
  • Therapeutische Ruhigstellung (Gips-, Schienen-, oder Streckverbände)
  • Sedierung, Fixierung, Exsikkose
  • Weichlagerung z.B. zur Dekubitusprophylaxe

 

Haben Sie ein oder mehrere oben aufgeführten Risikofaktoren bei sich entdeckt oder liegt bereits eine Einschränkung eines Gelenkes vor, sollten wir gemeinsam Maßnahmen zur Minimierung dieser Faktoren besprechen, planen und ausführen. Gern leiten wir Sie entsprechend an und überwachen gemeinsam mit Ihnen die Erfolge der Maßnahmen.

Mit der Entstehung einer Kontraktur sollten Sie, neben den Risikofaktoren, dann rechnen

  • Je älter Sie sind
  • Je schlechter Ihr Allgemeinzustand ist
  • Je inaktiver Sie sind
  • Je höher Ihre psychischen Belastungen sind

Generell können alle Gelenke Ihres Körpers von dem Risiko zur Entstehung einer Kontraktur betroffen sein. Besonders gefährdet sind aber

  • Schultergelenk
  • Kniegelenk
  • Ellenbogengelenk
  • Hüftgelenk
  • Gelenke der Hals-Brust- und Lendenwirbelsäule
  • Hand- und Fingergelenke
  • Fuß- und Zehengelenke

So können Sie eine Kontraktur leicht erkennen

  • Sie können das betroffene Gelenk nur unter Schmerzen bewegen
  • Sie können das betroffene Gelenk nicht mehr vollständig beugen, strecken, an-und abwickeln
  • Das betroffene Gelenk ist in seiner eingeschränkten Haltung fixiert

 

Wir haben nachfolgend einige Informationen zusammengefasst, stehen Ihnen, Ihre Angehörigen und Pflegepersonen jederzeit für weitere Beratungen zur Verfügung

Unsere Ziele für alle Maßnahmen zur Minimierung des Risikos:

  • Das Risiko wird frühzeitig erkannt.
  • Sie sind umfangreich über die Entstehungsmechanismen einer Kontraktur informiert.
  • Sie sind motiviert aktiv, je nach Ihren Fähigkeiten, an Maßnahmen zur Vermeidung einer Kontraktur mit zu wirken.

Bitte sprechen Sie uns an, gemeinsam werden wir Maßnahmen für Sie finden, die Sie je nach Ihrem Gesundheitszustand regelmäßig, auch selbständig durchführen können.

Kontakt

Telefon: 06145/9370-640

E-Mail: info@wir-fuer-sie-ambulanter-Pflegedienst.de

1. Informationsblatt: Dehydrationsprophylaxe

Definition

Dehydration ist ein Mangel an Körperflüssigkeit und kann zur Exsikkose (Austrocknung) führen.

Ältere Menschen haben ca. 45% Gesamtkörperflüssigkeit (im Vergleich zu jüngeren Menschen mit ca. 60%). Daher ist der Flüssigkeitsbedarf bei älteren Menschen höher, um eine Aufrechterhaltung des Stoffwechsels und die Ausschwemmung der Stoffwechselprodukte zu gewährleisten.

Vielen älteren Menschen fehlt das Durstgefühl oder sie vergessen zu trinken. Manchmal weigern sich Menschen zu trinken, aus Sorge einzuwässern oder häufig auf die Toilette gehen zu müssen oder auch als Ausdruck eines Sterbewunsches.

Wenn dazu entwässernde Medikamente (z.B.Lasix) eingenommen werden müssen oder durch Missbrauch von Abführmitteln Durchfälle auftreten, kann es zur Dehydration kommen.

Dehydration kann zu vielen Störungen führen, wie z.B.Obstipation, Appetitlosigkeit, Orientierungsstörungen, Verwirrtheit und in extremen Fällen zu akutem Nierenversagen, das – wenn es nicht rasch behoben wird – zum Tode führen kann.

Symptome

  • akute Verwirrtheit
  • trockene, in Falten abhebbare Haut
  • konzentrierter Urin
  • Obstipation
  • Tachykardie
  • eingesunkene Augen
  • trockene Zunge

Pflegeziele:

  • Pflegekunden nimmt 30–40 ml Flüssigkeit pro kg Körpergewicht zu sich.
  • Beobachtung des Pflegekunden in Bezug auf Dehydration ist gewährleistet.
  • Folgeschäden ist vorgebeugt.

Maßnahmen

Vorbereitung:

  • Beobachtung des Pflegekunden in Bezug auf die o. g. Symptome.
  • Durchführung der Einfuhrkontrolle per Trinkprotokoll

 

Durchführung:

  • Den Pflegekunden (zu jeder Mahlzeit, zwischendurch bei jedem Kontakt) zum Trinken auffordern bzw. ihm Getränke anreichen.
  • Bei Trinkverweigerung Ursache ergründen und ggf. Ursachen beheben oder Kompromisse aufzeigen.
  • Schriftliches Einverständnis des Hausarztes und des bevollmächtigten Angehörigen / Betreuers bei Verzicht von weiteren Maßnahmen, wie z.B. Legen einer PEG-Sonde.
  • Berücksichtigung eines vorhandenen Patiententestaments
  • Bei Exsikkosegefahr Rücksprache mit dem Hausarzt halten, evtl. subkutane Infusion
  • Gezielte Beobachtung bei Einnahme von Diuretika → unbedingt Rücksprache mit dem Hausarzt.
  • Auf Missbrauch von Abführmitteln achten
  • Einfuhrkontrolle
  • Nach 24 Stunden Zusammenrechnen der Trinkmenge und mit Handzeichen und Datum dokumentieren
  • Bei anhaltender Trinkverweigerung immer Rücksprache mit Angehörigen und Hausarzt halten, auf sorgfältigste Dokumentation achten

Nachbereitung:

  • Veränderungen und Kontrolle der Flüssigkeitsaufnahme dokumentieren

Hinweis:

  • Flüssigkeitsbedarf pro Tag:
  • mindestens: 1.500 – 2.000 ml
  • ideal: 2.500 – 3.000 ml
  • Faustregel: 30 – 40 ml pro kg Körpergewicht
  • Ausnahme: Herz- und Nierenerkrankung (Arztanordnung)

Wir haben noch Kapazitäten frei!

Frau_mit_Pflegerin_ovalSie möchten zu Hause bleiben und dort versorgt werden?
Rufen Sie uns jederzeit an und wir unterstützen Sie!

Mein Pflegeteam und ich arbeiten für Sie. Das bedeutet für uns:

  • Wir begleiten Sie, beraten Sie und Ihre Angehörige, intervenieren für Sie in Krisenzeiten, wir nehmen uns Zeit für Sterbende und Trauerarbeit.
  • Wir sind für Sie da!

Unser Einsatzgebiet umfasst folgende Gebiete:

  • Hochheim mit allen Ortsteilen
    Flörsheim mit allen Ortsteilen
    Rüsselsheim und Raunheim mit allen Ortsteilen
    Hattersheim mit allen Ortsteilen
    Kriftel

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Wir freuen uns auf Sie!